Die Projekte und Programme der Digitalisierung sind im Grundsatz simpel beschrieben:

  • IT-Altlasten verringern
  • Geschäftsprozesse optimieren
  • Kundennähe steigern
  • und vor allem: ein klares Bekenntnis der Führungsebenen zur Digitalisierung sichern

Bereits 2015 wurden Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen, datengetriebene Entwicklungen und Entscheidungen, Agilität für Transformationsprozesse, digitale Governance für die Risikoreduzierung, digitale Plattformen als Einstieg zum Ökosystem, Koproduktion als Spin-off von digitalen Plattformen, unternehmensübergreifende Konvergenz und Integration sowie Transparenz über alle Kanäle als DIE Schlüsseldisziplinen (cio.de 2015) der Digitalisierung identifiziert.

Heute entwickeln immer mehr Versicherer ihre Digitalstrategie in sogenannten Digital Labs weiter. Allianz, Axa, Ergo oder Signal Iduna haben mittlerweile ihre eigenen Hubs, um neue und vor allem digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln. Typischerweise befinden sich die Digital Labs irgendwo im Zentrum des Start-up-Hotspots Berlin. Sie sollen dort die Möglichkeit haben, die digitalen Services mitzuentwickeln und so neue Geschäftsmodelle zu erschließen. Ebenso sollen die Kundenpräferenzen in den Finanzdienstleistungsmärkten von morgen, innovative Produkt- und Leistungsangebote als auch der erfolgreiche Weg der etablierten Finanzdienstleister in die digitale Welt erschlossen werden.

Vielerorts stellt sich die Frage: Alles nur bunt oder auch wertschöpfend?

Bunte Klebezettel, Design Thinking Workshops, Designer-Möbel mit Loftcharakter… oftmals sind dies die Dinge, an die wir als erstes denken, wenn es um Digital Labs geht. Der Auftrag der Labs unterscheidet sich dabei wesentlich. Das Spektrum reicht von Start-up-Inkubatoren, über Marketing- und Digitalagenturen, Technologie- und Methodenschmieden bis hin zu Hands-on-Change-Verantwortlichen.

Unabhängig vom Auftrag ist eine messbare und abgrenzbare Zielsetzung eines Digital Labs essenziel. Viele Digital Labs haben keine smarten Ziele und sind damit per Definition nicht erfolgreich – sie können nie ihr Ziel erreichen. Darüber hinaus sollten Digital Labs neue und bestehende Technologien verbinden, um sowohl das Umsatzwachstum als auch die Rentabilität zu unterstützen.

Doch nicht jeder Handgriff muss selbst umgesetzt werden – nutzen Sie digitale Multiplikatoren! Nutzen Sie die Expertise von FinTechs und anderen Intermediären und beteiligen Sie sich gleichzeitig an den erfolgversprechendsten Geschäftsmodellen. Doch gehen Sie behutsam mit Ihren Investitionen um – eine gleichmäßige Verteilung auf die relevanten Geschäftsbereiche ist erfolgskritisch.

Es gilt also: Definieren Sie die Ziele Ihres Digital Labs smart und messen Sie sie stetig daran. Dann haben Digital Labs einen wirklichen Nutzen und sind mehr als nur bunt.

Beste Grüße
Ihr Julian Schmidt

#Versicherungen #Digitalisierung #DigitalLabs #Digitalstrategie

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