In einer zunehmend digitalisierten Welt spielt Informationssicherheit eine entscheidende Rolle in fast allen Branchen, somit bleibt auch das Versicherungswesen davon nicht unberührt. Die hohe Menge an sensiblen Daten, die Versicherungsunternehmen verwalten, macht sie zu attraktiven Zielen für Cyberangriffe. Daher sind robuste Sicherheitsmaßnahmen von entscheidender Bedeutung, um Vertrauen aufzubauen, die Integrität der Branche zu wahren und sensible Informationen zu schützen. 

Versicherungsunternehmen speichern und verarbeiten diverse persönliche Daten und andere sensible Angaben, darunter Gesundheitsdaten und Finanzinformationen. Dies macht sie zu potenziellen Zielen für Hackerangriffe, die auf Identitätsdiebstahl, Datenmissbrauch oder Erpressung abzielen. Um diesem Risiko zu begegnen, setzen Versicherer verstärkt auf innovative Technologien und umfassende Sicherheitsstrategien. 

Technologische Sicherheitsmaßnahmen und Notfallwiederherstellung

Auf technologischer Seite ist die Implementierung moderner Verschlüsselungstechnologien ein Must-Have, um sicherzustellen, dass Daten während der Übertragung und Speicherung vor unbefugtem Zugriff geschützt sind. Zudem setzen Versicherungsunternehmen vermehrt auf fortschrittliche Firewalls, Intrusion-Prevention-Systeme (IPS) und Intrusion-Detection-Systeme (IDS), um verdächtige Aktivitäten zu erkennen und abzuwehren. Zuletzt werden Tools und Methoden für eine angemessene IT-Forensik eingesetzt. 

Die steigende Bedrohung durch Ransomware-Angriffe hat dazu geführt, dass Versicherer verstärkt in Backupsysteme und Notfallwiederherstellungspläne investieren. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass selbst im Fall einer Cyberattacke die Datenintegrität gewahrt bleibt und der Geschäftsbetrieb zügig wieder aufgenommen werden kann. 

Mitarbeitersensibilisierung und gesetzliche Vorschriften spielen eine wichtige Rolle

 Ein weiterer wesentlicher Faktor der Sicherheitsstrategie in der Versicherungsbranche ist die Schulung der Mitarbeiter. Sensibilisierungskampagnen und Schulungen helfen, das Bewusstsein für Cyberbedrohungen zu schärfen und die Mitarbeiter dazu zu befähigen, sicherheitsbewusst zu handeln. Social-Engineering-Angriffe, bei denen Angreifer versuchen, über manipulative Taktiken Zugang zu sensiblen Informationen zu erhalten, erfordern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit seitens der Mitarbeiter. 

Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, insbesondere im Kontext des Datenschutzes, ist als Hygienefaktor von wichtiger Bedeutung. Die Umsetzung und Einhaltung von Regelwerken wie der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gewährleistet nicht nur den Schutz von Kundeninformationen, sondern minimiert auch das Risiko rechtlicher Konsequenzen bei Verstößen. 

Investitionen in Informationssicherheit sind unerlässlich 

Insgesamt investieren Versicherungsunternehmen zunehmend in umfassende Informationssicherheitsprogramme, um die wachsenden Herausforderungen der digitalen Bedrohungslandschaft zu bewältigen. Die stetige Weiterentwicklung von Technologien und Sicherheitspraktiken ist entscheidend, um die Informationssicherheit zu gewährleisten und das Vertrauen der Kunden in die Integrität der Versicherungsbranche zu stärken.

Auch wir bei PPI müssen unseren Fokus in Beratungsprojekten immer häufiger auf den Aspekt der Informationssicherheit legen. Wenn auch Sie Interesse haben, sich über dieses Thema auszutauschen, dann kommen Sie gerne auf mich und meine Kollegen zu.  

Autor: Frederik Wulff 

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